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 Nintendo Pocket Football Club im Test

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Jacky001
Newsschreiberin
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BeitragThema: Nintendo Pocket Football Club im Test   Sa Apr 19, 2014 5:57 pm

Nochmals guten Abend. Very Happy

Wie ihr bestimmt schon vor Monaten hier gelesen habt, ist jetzt das Spiel Pocket Football Club herausgekommen, bzw. wurde in den Store gestellt.
Doch heute geht es darum, wie das Spiel eigentlich so ist.
Deshalb die Überschrift: Nintendo Football Club im Test





Es geht also doch: Nintendo versucht sich mit “Nintendo Pocket Football Club” in einem bisher unangetasteten Genre: den Fußball-Manager. Ein Genre, das eigentlich meist auf dem PC seinen Erfolg findet. Wie gestaltet sich das Trainieren von Schützen und Zweikämpfern auf dem Nintendo 3DS? Erfahrt es in unserem Test!
Eine magere Simulation
Es ist erfrischend zu sehen, dass Nintendo sich anscheinend hin und wieder doch mal traut, unbekanntes Territorium zu betreten. In den letzten Jahren waren die meisten Titel aus der japanischen Spielschmiede nämlich hauptsächlich Neuauflagen von ihren alten Klassikern. Einen Fußball-Manager gab es von den Japanern bisher jedoch nicht. Für einen Vollpreis-Titel hat es jedoch nicht gereicht: Am 17. April erschien das Spiel zu einem Einführungspreis von 11,99 Euro (später 14,99 Euro) im Nintendo eShop.
Zu Beginn übernimmt man als Manager einen Fußballklub, dessen Namen, Wappen und Trikots man selbst anpassen darf. Durch einige kurze und verständliche Tutorials wird das simple Spielkonzept schnell vertraut gemacht. Ziel des Spiels ist das große Triple zu gewinnen, welches sich aus dem Sieg der Meisterschaft, Pokal und der internationalen Meisterschaftsliga zusammensetzt. Doch bis man dieses Ziel erreicht, vergehen viele Jahre. Die Mannschaft, die man zu Beginn übernimmt, besteht nämlich aus eher sehr durchschnittlichen Spielern.
Wie man es von Nintendo erwarten würde, ist Nintendo Pocket Football Club kein Fußball-Manager, der auf Realismus setzt. Die Simulation um das runde Leder setzt auf ein sehr simples Management-System, welches sich rund um Trainings-Spielkarten dreht. Durch das Bestreiten von Fußballmatches sammelt man diese Karten, welche man im Training der eigenen Spieler anwenden darf. Bei diesen Karten kann es sich um Taktiken handeln wie „Dribbling“ oder „Pressing“. Wenn diese Karten angewendet werden, erhöhen sich die betreffenden Werte. Um seine Spieler möglichst effektiv zu trainieren, empfiehlt es sich, seine Trainingskarten zu kombinieren. Wenn man einen Spieler z.B. mit den Karten „Dribbling“ und „Schuss“ trainiert, entsteht eine neue Karte mit dem Namen „Dribbelschuss“, welche die Werte eines Spielers stark erhöht. Laut den Angaben im Spiel existieren mehr als solcher 100 Kombinationen.
Manch einer mag nun denken, dass es sich bei diesen Trainingskarten nur um einen Aspekt von vielen handelt. Dies ist jedoch leider ein Trugschluss. Das stupide Kartensammeln stellt den größten Teil des Spiels dar. Bevor dies näher erläutert wird, sollen an dieser Stelle die anderen Aspekte des Spiels noch kurz erwähnt werden. Als Manager der Mannschaft darf man verschiedene Formationen und Aufstellungen wählen. Zudem ist man in der Lage zu bestimmen, wie weit vorne oder hinten die eigene Mannschaft steht und welche gegnerischen Spieler unbedingt zu behindern sind. Jedoch haben diese taktischen Veränderungen vor und während des Spiels letztendlich wenig Einfluss auf das Endergebnis. Das monotone Verbessern durch die Trainingskarten bleibt leider der wichtigste Aspekt des Spiels.
Wenn man nun Nintendo Pocket Football Club mit anderen Fußballmanagern vergleicht, wird deutlich, dass das Spielkonzept des Titels zu simpel und monoton ist, um einen Kauf zu rechtfertigen. Zugegebenermaßen ist der Vergleich eines 3DS-Downloadtitel mit Vollpreis-Computerspielen nicht ganz fair. Allerdings ist es beim besten Willen nicht zu viel verlangt, dass ein Fußball-Manager zumindest mehr taktische Möglichkeiten bietet als das Sammeln von Karten. Es fehlt an Möglichkeiten mit seinen Spielern zu kommunizieren und individuelle Anweisungen zu geben. Es finden keine Vertragsverhandlungen statt, Spieler werden einfach sofort verpflichtet.
Der Titel bietet keine Anreize, die eine lange Spielzeit rechtfertigen. Warum sollte ein Spieler dutzende Stunden darin investieren, Matches zu verfolgen und Trainingskarten zu sammeln, wenn letztendlich keine spielerische Tiefe vorhanden ist? Höchstens, um in der Online-Rangliste zu klettern.
Weiterhin stößt der herunterladbare Inhalt des Spiels sauer auf. Für ein wenig Geld kann man Matches gegen exklusive Teams freischalten, bei denen man besonders viele Trainingskarten sammeln darf. Daher fragt man sich, ob der Entwickler einen solch langsamen Spielverlauf gewählt hat, damit der Spieler genötigt wird, diese Matches zu kaufen.
Kernloser Charme
Bei der grafischen Präsentation hat Nintendo sich für einen Retro-Stil entschieden. Die Spieler erscheinen im Spiel nicht in Form von 3D-Modellen, sondern in Form von 2D-Sprites. An der Präsentation ist im Grunde genommen wenig auszusetzen. Der pixelige Stil des Spiels hat seinen Charme und ist angemessen für einen Download-Titel. Es gibt viele verschiedene Variationen an eigenen Logos und Trikots, so dass man seine Mannschaft grafisch sehr individuell gestalten darf.
Bei der grafischen Simulation der Matches zeigen sich jedoch deutliche Schwächen. Eigentlich sollte das Verfolgen der Matches eine spannende Angelegenheit sein, doch der Frust über die unlogischen Aktionen der eigenen Spieler entnervt den Beobachter. Stürmer schießen von der Mittellinie aufs gegnerische Tor, oder der Torwart lässt einen Ball durch, bei dem er nur seine Hand hätte ausstrecken müssen. Der Sound des Spiels ist sehr unauffällig und wird bei keinem Spieler Emotionen hervorbringen, allerdings hat ein Fußball-Manager auch nicht diesen Anspruch.
Eine glatte Enttäuschung
Nintendo hat die Chance leider verpasst. Sicherlich hatte niemand eine ausgefuchste Taktik-Simulation erwartet, aber ein wenig mehr Tiefe hätte Nintendo Pocket Football Club schon gut getan. Stattdessen gestaltet sich dieser Download-Titel als dürres Kartensammeln, dessen grafischer Stil der einzige Lichtblick ist. Der Inhalt des Spiels ist so mager, dass ein zweistelliger Kaufpreis in keinster Weise gerechtfertigt ist. Fans des Genres sind auf dem Computer besser aufgehoben. Wir hoffen, dass Nintendos nächster Versuch in einem neuen Genre besser verläuft.

Story: So gut wie nicht vorhanden.
Gameplay: Fußball-Management kann aufregend sein, doch Nintendo macht hier fast alles falsch, da es stark an spielerischer Tiefe fehlt.
Grafik: Der Retro-Stil ist charmant, doch die Simulation der Matches ist frustrierend.
Sound: Sehr unauffällig.
Sonstiges: Es gibt einen Online-Modus, bei dem man Spieler mit Freunden tauschen darf.

Noch einen schönen Abend. Very Happy

Bildquellen:
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Nintendo Pocket Football Club im Test
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